Integrationsprojekt „Gemeinsam neue Wege gehen
3. Schritt: „WIR stärken Gemeinschaft"
Neben der Fortführung und Weiterentwicklung der in den Jahren 2008 und 2009 begonnenen Integrationsprojekte wurde - gefördert mit KOMM-IN-Mitteln des Landes NRW - im Jahr 2010 in einer 3. Projektphase als eine logische Konsequenz des bisher Erreichten eine Strategie für mehr Einbürgerung entwickelt.
Schwerpunkte des Integrationsprojektes 2010 waren
- die Erstellung einer "Strategie für mehr Einbürgerung" als Grundlage für eine nachhaltig deutliche Erhöhung der Anzahl der Einbürgerungen im Kreis Kleve
- der Aufbau eines internen (Kreisverwaltung) und externen (Akteure der Integrationsarbeit) Netzwerks im Bereich Einbürgerung
- die Gewinnung von Multiplikatoren zur Ermutigung potenzieller Einbürgerungsbewerberinnen und –bewerber
In einem ersten Schritt wurde durch eine (anonymisierte) Auswertung der Ausländerdatenbank der für eine Einbürgerung in Frage kommende Personenkreis ermittelt. Gleichzeitig erfolgte – unter Beachtung des Datenschutzes - eine gezielte standardisierte Befragung von für eine Einbürgerung in Frage kommenden Ausländern. Hierzu werden persönliche Gespräche in der Ausländerbehörde sowie in der Einbürgerungsstelle geführt, die den grundsätzlichen Einbürgerungswillen, die Gründe der bisherigen Nichtbeachtung, die Kenntnisse der Einbürgerungsvoraussetzungen, die Motivation und das Interesse an weiteren Informationen zur Einbürgerung klären sollten.
Die Ergebnisse der Datenbankauswertung sowie der Befragungen wurden zusammengetragen und ausgewertet. Hierbei wurden wichtige Einzelerkenntnisse für die weitere strategische Ausrichtung gewonnen. Link zur Auswertung
In einer weiteren Projektphase erfolgte der schrittweise Aufbau einer internen und externen Vernetzung im Bereich "Einbürgerung".
Zunächst wurde die interne Vernetzung von Ausländerbehörde und Einbürgerungsstelle durchgeführt. Eine erste Anlaufstelle für Einbürgerungsinteressierte in der Ausländerbehörde zum Zwecke der anstoßenden Beratung auf breiter Basis wurde ab dem 01.08.2010 dauerhaft eingerichtet. Daneben wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ausländerbehörde für das Thema Einbürgerung in besonderem Maße sensibilisiert.
Die externe Vernetzung zum Thema Einbürgerung wurde bei einem Treffen des Runden Tisches Sprache (besetzt mit den wichtigsten Akteuren der Integrationsarbeit, insbesondere den Vertretern der im Kreis Kleve tätigen Integrationskursträger) beschlossen.
Als Multiplikatoren zur Ermutigung potenzieller Einbürgerungsbewerberinnen und –bewerber konnten die im Kreis Kleve tätigen Integrationskursträger bzw. deren Integrationskursdozenten gewonnen werden.
Die Multiplikatoren erhielten Materialien zum Thema Einbürgerung, durch das sie sich schnell und ohne großen Aufwand in die Materie selbst einarbeiten können. Das zur Verfügung gestellte Informationsmaterial dient gleichzeitig aber auch zur Verbreitung und Weitergabe an potentielle Einbürgerungsbewerberinnen und –bewerber.
Geplant ist die umfassende Verteilung der Materialien an Interessenten. Hierbei sollen die Multiplikatoren beobachten, welche Informationsmaterialien gut bzw. welche weniger gut angenommen werden und insbesondere, welche Einzelfragen der Interessenten bestehen. Das anschließende Feedback soll klären, inwieweit und ggfls. in welchem Umfang eine gesonderte Schulung der Multiplikatoren erforderlich ist und ob evtl. noch gesonderte Informationenmaterialien (z.B. FAQ-Listen) den potentiellen Einbürgerungsbewerberinnen und –bewerbern angeboten werden sollen.
Im Rahmen des Projekts wurden auch zwei Podcastbeiträge
und ein Lehr- und Dokumentationsfilm zum Thema Einbürgerung hergestellt. Der Film wurde für den Projekterfolg als sehr wichtig erachtet und außerhalb der Landesförderung mit eigenen Mitteln realisiert.
Link zum Dokumentationsfilm
Die gute Qualität des Films und das ungeteilt positive Echo bei einigen Vorveröffentlichungen führten zu der Entscheidung, diesen nicht nur an die Sprach- und Integrationskursträger auszuhändigen, sondern einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zukünftig wird eine DVD des Films u.a. auch an interessierte Einbürgerungsbewerberinnen und –bewerber ausgehändigt.








